SA. 18.10.08 16 YEARS OLD - PART II

up:
DISTILLERY ALLSTARS (our Resident DJs) DANCEMATERIAL CREW (aka Steffen Bennemann) DREIKOMMANULL CREW (aka Joern Kleinschmager, Mentell & Nikolas Sternberg) HOERFUNK CREW (aka Markus Welby) FINEST SELECTION CREW (aka Lars-Christian Müller, Andreas Eckhardt & Chris Manura) MOON HARBOUR CREW (aka Daniel Stefanik & Dan Drastic)
down:
SYNTAX CREW (aka Steve K, DerKatze & Georg Bigalke) FEENSTAUB & FRIENDS CREW (aka Philipp Alicke & Steve B) BASS PLUS CREW (aka Sencha & Peak Phine)

Start: 23-16 | add to Cal


Die Distillery wird 16 Jahre alt. Ja, ganz richtig, das ist in erster Linie mal ein Grund, Luftschlangen durch die Luft zu zwirbeln, Ballons aufzupusten und Hurra zu rufen. Aber Geburtstag ist eben auch immer ein guter Anlass, mal in die Vergangenheit zu schauen und ein paar zuversichtliche Blicke in die Zukunft zu werfen.



Die Groove sprach aus diesem Anlass mit Clubchef Steffen Kache, der sich - ganz in Geburtstagsmanier - an die ein oder andere Sache erinnerte, die er mit der Distillery in 16 Jahren erlebt hat und die er mit dem Club verbindet. Wir stellen hier ein paar der schönsten Zitate aus dem Interview vor, um Euch an unseren Erinnerungen teilhaben zu lassen und Eure eigenen zu inspirieren. Das ganze Interview könnt Ihr in der aktuellen Groove nachlesen.

Groove: 16 Jahre Distillery. Was gibt es für ein vorläufiges Resumee?

"In erster Linie ging und geht es uns um die Musik, die Künstler und natürlich das Publikum. Geld spielt in sofern natürlich auch eine Rolle, als dass der Laden funktionieren muss. Wäre es aber in erster linie darum gegangen, mit dem Club Geld zu verdienen, gäb es die Distillery mit Sicherheit nicht mehr. Das Wichtigste an so einem Projekt ist das Team, das dahinter steht."

Groove: Was war damals eure Motivation, einen Club zu starten?

"Anfang der 90er Jahre gab es in Leipzig praktisch keine Möglichkeit, Techno zu hören und danach abzufeiern. Infiziert von Marushas Dancehall auf DT64 (Liveradioshow jeden Samstag mit u.a. allen an den Abenden in Berlin spielenden DJs) und den Clubs in Berlin wie Planet und Tresor dachten wir uns in unserem jugendlichen Leichtsinn: Wir machen das hier einfach auch.Schnell war eine alte leerstehende Brauerei gefunden, Notstromaggregat in den Keller gestellt, der Brauereibrunnen angezapft und los gings. Alles 2 ½ Jahre ohne Mietvertrag, Gaststättenerlaubnis usw. Wir rechneten am Anfang mit maximal 4 Wochen bis wir rausfliegen würden, daraus wurden bis heute 16 Jahre."

Groove: Was ist Eure Lieblings-Anekdote aus dem Club?

"19.6.1993 im alten Club, auf einmal fahren schwarze Limusinen in den abgefackten Hinterhof, Typen steigen aus und checken die Lage und kurze Zeit später kommen Depeche Mode in Komplettbesetzung nach ihrem Konzert in Leipzig in den Club. Es waren nur circa 50 Gäste da, sprich superfamiliär wurde es dann mit den jungs feuchtfröhlich bis die Lichter angingen. Stand danach sogar in der Bravo, dass die jungs sich in Leipzig in einem Club köstlich amüsiert haben, in dem das Wasser von den Wänden lief."

Viel ist passiert, viel wird passieren. Das Distillery-Team arbeitet ständig an neuen Bookings, die Euch überraschen, Konzepten und Partyreihen, die Euch noch unvergesslichere Parties haben lassen werden. Aber was wäre der Club und all die interessanten Acts von außerhalb ohne die fette Homebase, die Distillery-Residents?! Sie sind es, die die frühesten und spätesten Stunden hinter den Turntables kennen, die das Publikum verstehen, wie niemand anders und die immer wieder aufs Neue in facettenreicher Manier das musikalische und stimmungsreiche Nest bauen, in das sich die auswärtigen Künstler dann setzen können.Dieser Tag und diese Nacht gehören ihnen. Bis 16 Uhr werden die Distillery-Crews für 16 Stunden durchs Programm führen, Euch zum Tanzen und zum Feiern bringen, zum Hoppsen und zum Schreien. Und wenn Ihr alle kommt, dann ist das Familienfest auch komplett.
distillery.de