SA. 14.11.09 HOERFUNK MEETS SYNTAX

up: hoerfunk
GUNJAH (Showboxx, Funkwelt, Dresden) TONSYSTEM KLANGKUNST (Tanz+Klangkombinat, esoulate, Leipzig/Rudolstadt) MARKUS WELBY (hoerfunk, Distillery, Melt!-Festival, Leipzig)
down: syntax
CRYSTAL DISTORTION (Expressillon, Labrataudio, Electrobooking, Marseille) STEVE K (Distillery, Syntax, Leipzig) GEORG BIGALKE (45 Minutes of Techno, Distillery, Leipzig)

Start: 23:00 | add to Cal


Gunjah - Electronic Freestyle

Wer Gunjah im elektro-clubistischen Synonymwörterbuch nachschlägt, findet Worte wie vorwärts, progressiv, intensiv und innovativ. Wir haben es demnach also mit einem Künstler zu tun, der etwas bewegen kann und verändern will, sich dabei durch nichts und niemanden aufhalten lässt. So ist es.

GunjahDie Geschichte von Gunjah beginnt 1994 in Dresden, mit einem ersten Auftritt im legendären Base. Drei Jahre später hat er sich bereits an die Turntables der Hauptstadt vorgeackert und von da an ist es für ihn nur noch ein kurzer Weg zu zahlreichen nationalen und internationalen Gigs. Mit „Electronic Freestyle“ erobert Gunjah die Welt. Wer was bewegen will, muss selber ran. So ist Gunjah auch als Veranstalter in Dresden aktiv. Den Anfang macht das Tweakers. Aus dem Tweakers wird die Showboxx, ein Veranstaltungsort, der bis heute fest in den Clubinfrastrukturen Dresdens verwurzelt ist, dazwischen ist die Studio 43-Ära anzusiedeln und 2001 beginnt die große Zeit der Funkwelt, eine gefeierte Institution für elektronische Feingeister.

Und musikalisch? Gunjah hatte in Lexy bereits einen Sandkastenfreund, diese frühkindliche gegenseitige Inspiration ist zu einer musikalischen gereift und hat sich im Projekt Mønster manifestiert – auf Festivals gern gesehen, in Clubs gern gehört und betanzt. Zudem fängt das neue Projekt End of Tape zusammen mit Stachy von Hofuku Sochi an zu rollen. Es geht weiter, vorwärts, nonstop, Gunjah.

Und da Gunjah und Hoerfunk-Gastgeber Markus Welby nicht nur die musikalische, sondern auch die Veranstalter-Leidenschaft verbindet, könnte man meinen, dass sich hinter den heutigen Turntables zwei gesucht und gefunden haben.

www.myspace.com/gunjahdj
www.showboxx.de
www.funkwelt.com
www.markuswelby.de
www.myspace.com/djmarkuswelby
www.myspace.com/hoerfunkdistillery

Text: Killi Mantscharo


Crystal Distortion

Vor einiger Zeit begaben sich Steve K und Georg Bigalke auf eine Forschungsreise nach London. Sie hatten von einem neuartigen Element erfahren, das wohl einzigartig im unterirdischen Südosten der Stadt vorkommt und 1991 zum ersten Mal gesichtet wurde.

Crystal DistortionEs handelt sich um einen Kristall, der die Eigenschaft besitzt, Wellen auszusenden, sobald seine Kristallstruktur zerstört wird. Diese Wellen haben zu schwerwiegenden Veränderungen bei den mit ihm in Kontakt geratenen Personen geführt. Obwohl Einzelheiten nicht bekannt sind, geht man davon aus, dass diese niederfrequenten Wellen einen Austausch zwischen verschiedenen Bewusstseinsebenen der Menschen und Funktionsweisen in der Nähe befindlicher Maschinen oder elektrischer Geräte bewirken. So wurde beispielsweise beobachtet, wie sich weit zurückliegende Erinnerungen einer betroffenen Person mit den Schaltkreisen einer Laptoptastatur verbanden und auf dem auf elektrische Mikrospannungen sensibilisierten Analysegerät ein grafisches Schema ergaben, das haargenau dem Durchschnitt der Analysewerte beider getrennt voneinander gemessenen Größen entspricht.

Welche Ebenen unter welchen Bedingungen angesprochen werden und in welcher Abhängigkeit die beiden (oder mehr?) Größen dann stehen, ist jedoch nicht bekannt. Gerade auf diesem Gebiet erhofften sich die beiden Leipziger neue Erkenntnisse. Die Schwierigkeit bestand jedoch darin, den Kristall überhaupt zu erkennen, da er in der Lage ist, seine äußere Form zu ändern, was untypisch für die sonst starren Kristalle ist. Trotzdem tritt er meist in außergewöhnlich harter, spitzer Form auf und beginnt bei Lichteinfall verschiedenfarbig und gleißend hell zu funkeln. In nachfolgenden Untersuchungen konnten die mitgebrachten Proben in zum Teil gesundheitsschädlichen und sehr komplexen Untersuchungen jedoch sehr eindeutig als eben dieser Stoff identifiziert werden. Das Ergebnis der weiteren Untersuchungen solltest du an diesem Abend unbedingt in Augenschein nehmen, denn es wurden weitere wesentliche Erkenntnisse gewonnen. Da jedoch die Gefahr besteht, dass der Kristall bricht und es wieder zur Aussendung der niederfrequenten Wellen kommt, können wir für eventuell auftretende Bewusstseinsschwankungen keine Haftung übernehmen.

www.myspace.com/simoncrystaldistortion
www.expressillon.com
www.labrataudio.com
www.electrobooking.com
www.myspace.com/syntaxleipzig
www.myspace.com/georgbigalke

Text: rekorder
distillery.de