SA. 27.12.08 DANCEMATERIAL MEETS DARKSTAR

up: dancematerial
APPARAT (Shitkatapult, Bpitch Control) RENTEK (Giroton, Caramba!, Leipzig) STEFFEN BENNEMANN (Nachtdigital, Holger, Leipzig)
down: darkstar
THE HYCON (Bass For Bots, Frequency Radio, Berlin) HEADNOAKS (Blackred, Darkstar, Leipzig) DISKO 69 (Blackred, Darkstar, Leipzig)
visual:
TRANSFORMA (Visuals / Berlin) [GROBKORN] (Media Artist, Distillery)

Start: 23:00 | add to Cal


Apparat kommt vom lateinischen apparatus - Werkzeug und ist eine Bezeichnung, die in verschiedenen Fachgebieten unterschiedlich interpretiert wird. In unserem Fachmagazin sprechen wir heute weder von einer Maschine noch von einem Organismus, sondern von der Fusionierung dieser beiden Elemente zu einer Einheit, die personalisiert wird durch die Krönung der Schöpfung selbst, einen Menschen, der es vermag die Gefühle seiner Spezies in elektronische Klangwellen umzuwandeln, die eben jene Spezies wieder dazu veranlassen, sich zu Bewegungen hinreißen zu lassen, von denen wir nicht wissen, ob sie von der Natur so vorgesehen waren für den menschlichen Organismus. Das ist Evolution.

ApparatApparat, der eigentlich Sascha Ring heißt, zog 1997 aus der Provinz nach Berlin und gründete da 1999 gemeinsam mit T.Raumschmiere das Label „Shitkatapult“. 2004 wurde ihm die Ehre zuteil, von John Peel zu einer von dessen legendären Sessions eingeladen zu werden. Bisweilen trifft er sich auch immer mal mit der italienischen Sängerin Gianna Nannini, mit der er an einer Rock-Oper arbeitet. Doch die Premiere scheint nicht zu drängen und so blieb genügend Zeit, sich mit Ellen Allien für ein gemeinsames Album zusammenzutun: "Orchestra of Bubbles" erschien im April 2006. Im Mai 2007 dann kam auch wieder ein Soloalbum heraus, "Walls", das sich aus den Ideen von bis dato 70 unveröffentlichten Tracks zusammensetzt. Fast ein Jahr später reagierte Apparat auf den spektakulären Erfolg der Veröffentlichung mit einer Remix-Compilation mit dem schönen Namen "Things To Be Frickled", bestehend aus 2 CDs. Auf der ersten bastelt Apparat an den Tracks anderer, auf der zweiten läuft der Hase andersrum.

Hast Du Dich gerade beim Lesen gefragt, ob dieser Mann auch mal schläft? Wir haben keine Beweise, aber die Evolution scheint im Fall von Sascha Ring die Dimension der erholsamen Kurzschlafphase erreicht zu haben, denn immerhin bleibt ihm auch noch Zeit unter seinem zweiten Synonym Moderat mit seinen Berliner Kumpels Modeselektor an Veröffentlichungen und Live-Performances zu arbeiten. Kürzlich hat er des Weiteren seine eigene Band gegründet.

Ob dieser Mann mehr Charakteristika eines Apparats oder eines Organismus aufweist, diese Beweisführung überlassen wir Euch auf unserem beachtenswerten Forum. Diskutiert werden darf sowohl argumentativ an der Bar als auch habitativ auf dem Dancefloor. Oder beides. Die Evolution kennt eben keine Grenzen.

Fundierte Fachpräsentationen evolutionärer Klänge werden auch die Fachgastwissenschaftler Rentek und Steffen Bennemann zur intensiven Diskussion stellen.

Im unteren Teil des Clubs steht das Geschehen derweil unter dem Darkstar. Was das atmosphärisch bedeutet, könnte hier kurz umrissen werden, wenn nicht bisher das Vokabular, dass Electro-Events wirklich umschreiben könnte, noch nicht weit genug entwickelt wäre. Aber da es sich hierbei um ein zukunftsorientiertes Genre handelt, das seiner Zeit voraus ist, gibt es große Hoffnung. An diesem Abend hat sich die Darkstar-Crew The Hycon aus Berlin eingeladen. Bass for Bots nennt er seinen Sound und was das heißt, das müsst Ihr am besten selbst und am eigenen Leib erfahren. Aber keine Sorge, es wird schön heftig.

http://www.apparat.net
http://www.shitkatapult.com
http://www.myspace.com/djrentek
http://www.steffen-bennemann.com
http://www.myspace.com/thehycon
http://www.thehycon.hecticlab.com
http://www.frequencyradio.org

Text: Dr. Milly Panáma
distillery.de