SA. 13.09.08 DREIKOMMANULL MEETS DEFINITION


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Schon wenn man irgendwo das Wort „Amsterdam“ liest, funkeln bei vielen die Augen. Literaten, Künstler und viele andere frei denkende Menschen lieben diese traumhafte Stadt, vor allem auch wegen der Möglichkeit zur Entfaltung, wegen des Inputs und Gedankenaustausches (auch außerhalb der Coffee-Shops).

{{image:3511:not_found}}Auch musikalisch gesehen hat sich in der niederländischen Metropole in den letzten Jahren einiges getan. Schon mehr als 10 Jahre an vorderster Front dabei ist Laurens Lanting, besser bekannt als Lauhaus oder 50% des Live Acts Polder oder auch als 1/6 vom verrückten Laptop-Kollektiv Amsterdam 611. Obwohl ihm der bekannte Schalk im Nacken sitzt und er immer mal wieder für einen guten Lacher sorgt, beschränkt er sich in seiner Musik aufs Wesentliche. Man bemerkt den Detroit-Einfluss - das Schwelgerische aber und die dicken Hooklines wird man in seinem Set nicht finden. Sparsam, reduziert, klar – so klingen Lauhaus´ Produktionen. Das heißt jedoch keinesfalls, dass nichts passiert und die Tunes kein Leben haben. Ganz im Gegenteil. Durch seine zurückgesetzten Mittel, eine geradlinig hämmernde Bassdrum und immer wieder klein eingestreute Akzente zucken die Platten lebendig über den Dancefloor.

Lauhaus selbst scheint auch nie still zu stehen. Ob mit seinen Musikprojekten, als Labelbetreiber (soweso) oder Remixer (Boris Werner, Kabale und Liebe, …) – der Mann ist „one very busy bee“.

Zeit findet er trotzdem, um uns mit einem Besuch zu beehren. Die Freigeister vom charmanten dreikommanull-Trio holen ihn in die Distillery.

Amsterdam und Leipzig – eine prächtige Städtefreundschaft!

http://www.myspace.com/lauhaus
http://www.dreikommanull.de

Text: Mandy Engel

Woran glaubst du?

{{image:3515:not_found}}Warum nur Minimal? Warum nur Techno? Warum sollte man sich für einen Stil entscheiden, wenn man alles haben kann? Wenn jemand sich mit solchen Gedanken trägt, kann das daran liegen, dass er Techno von Beginn an miterlebt hat, dass er an den Sound glaubt, dieser ihm in Herz und Blut übergegangen ist. Oder daran, dass er bereits verschiedenste Stil-Entwicklungen miterlebt hat. Bei Alex Bau könnte es zudem den Grund haben, dass es bei ihm in Sachen Plattenauflegen eine Zeit vor Techno gab. Noch immer macht er hin und wieder einfach aus Spaß an der Sache Depeche Mode-Nights, seine Technoaktivitäten aber leiden darunter in keinster Weise, im Gegenteil! Er erspielte sich über Jahre in seinem Resident-Club "Libella", wo z.B. auch DJ Hell seinen ersten Resident-Job in den 80ern hatte, den Ruf eines DJs, der genau weiß, was er macht, der sein Handwerk versteht und von der Pike auf gelernt hat. Und der vor allem auch liebt, was er tut.

Ende der 1990er verewigte sich Alex Bau dann mit eigenen Produktionen, von denen vor allem die ab 1998 mit Sven Dedek unter dem Pseudonym "Basic Implant" entstandenen, auf Chris Liebings Label "Fine Audio Recordings" veröffentlichten, offenbar genau den Nerv der Technohörer dieser Zeit trafen. Weitere Veröffentlichungen auf Labels wie Parasound, auf dem die damals viel beachtete "Phase Edit EP" erschien, Dave Angel's "Rotation", Justin Berkovi's "Predicaments" und Pascal Feos' "PV-Records" trugen dazu bei, dass die beiden Technokünstler ihre Sounddefinition einer immer größeren werdenden Zuhörerschaft präsentieren konnten.

Mit Beginn des gemeinsamen Labels Toneman im Jahre 2000 begann gewissermaßenauch die Solo-Tätigkeit von Alex Bau. Den endgültigen Durchbruch als Produzent schaffte Alex Bau 2004 mit der Veröffentlichung seines Debut-Albums "Connected", dessen Tracks sich in den Playlists zahlreicher DJs wiederfanden.

Zudem tourte Alex Bau über die Jahre durch Clubs wie das Frankfurter "U60311", Münchens "Electric Delicate", das Würzburger "Airport", oder auch den "Tresor" in Berlin. Brasilien, USA, Kanada, Japan, Holland, Serbien, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und die Nachbarländer Österreich und die Schweiz sind parallel dazu einige der internationalen Stationen auf dem Tourkalender von Alex, und egal wo, überall erleben die Besucher der Parties eindrucksvoll um wieviel dynamischer, energiegeladener und vor allem abwechslungsreicher Techno sein kann, wenn man nicht den gängigen Trends und Stylediktaten hinterherläuft sondern einen Querschnitt von Minimal bis Techno, immer in der richtigen Dosierung und im richtigen Moment in Form eines beständigen AufundAbs zum Besten gibt. Immer alles unter Kontrolle, während die Party aus dem Ruder läuft. Soll es nicht genau so sein?

http://www.alexbau.de
http://www.myspace.com/alexbautechno


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