DO. 15.07.04 PLANET ROCK! AFRIKA BAMBAATAA

up: Soul & Body Rock:
AFRIKA BAMBAATAA (Zulu Nation, NYC) ROCKING B (Zoosound, Stars for Soul)

Start: 21:00 | add to Cal


{{image:2643:not_found}}Afrika Bambaataa:
Der Pate des HipHop

Bambaataa, 1960 als Kevin Donovan in der Bronx geboren, ist mit Kool Herc und Grandmaster Flash einer der heiligen drei Könige des HipHop. Mit seinen Block-Parties begründete er in den frühen 70er Jahren das Genre, das den DJ zum ersten Mal ins Zentrum einer musikalischen Entwicklung setzte. Neidlos galt er unter den frühen HipHop-DJs als „Master of Records", der stets die originellsten Stücke am Start hatte. Wenn er sich zum Spaß in Plattenläden durch eigenartige Hare Krishna Gesänge wühlte, stürzte sich nach ihm die Konkurrenz darauf. Bis heute besteht sein Geheimnis in einem gründlichen Eklektizismus. Soul, Reggae, Salsa, Drumbeats, Funk, Rock, Obskuritäten - Bambaataa spürt den Groove noch an den entlegensten Orten auf und setzt ihn bei seinen Sets souverän in Szene.

Auch als produzierender DJ machte sich der HipHop-Pionier und Erfinder des Break-Beat DJ-ings einen Namen. So spielte Bambaataa z.B. 1982 auf der Grundlage von Kraftwerk-Stücken, HipHop-Beats und der Rockfassung eines Spaghetti-Western-Soundtracks „Planet Rock" ein - und schuf damit eines der einflussreichsten Stücke der letzten 30 Jahre, dessen Scratches, Synthiesounds und Electro-Beats den heutigen Dancefloor nachhaltig prägen sollten.

Visionen und der Puls der Straße
Schon immer war Bambaataa auch einer, für den DJ-ing soziale und kulturelle Bedeutung hatte, vor allem in Hinblick auf Geschichte, Lebensalltag und Identität der African Americans. Auch das trägt ihm, bis heute, den Respekt der Szene ein. 1975 gründete er aus den Trümmern der Black Spades, der größten Straßengang New Yorks, die Zulu Nation und übertrug die Energie der Straße in eine neue Kultur aus Breakdance, Graffiti, Rap und DJ-ing.

Mittlerweile gibt es Filialen der Zulu Nation auf der ganzen Welt, De La Soul und Queen Latifah sind ebenso Mitglieder wie etwa in Deutschland Techno-Pionier Westfalia Bambaataa, alias West Bam.

Alles ist erlaubt - Auf der Suche nach dem perfekten Beat

Afrika Bambaataa ist längst ein Mythos. 1990 hat ihn das US-Magazin „Life" unter die wichtigsten Amerikaner des 20. Jahrhunderts gewählt und vor kurzem hat ihm die HipHop-Bibel The Source einen Pioneer-Award für seine Verdienste verliehen. Vor allem jedoch ist er bis heute einer der wenigen aus den frühen Tagen der DJ-Kultur, dem immer noch ehrfürchtig gelauscht wird, wenn er die Dielen rockt. Seine Auftritte haben nichts von ihrer Magie verloren. Deepe House-Sounds, fetterHipHop, AC/DC und Kraftwerk verschmelzen zu einem unwiderstehlichen, schweren Groove. Wenn der Hüne mit den Massen eines Mammutbaums will, tanzen eingefleischte Rockhasser zur 6ts Boygroup The Monkees.

Schwer zu sagen, ob der mächtige Körper bei der Suche nach den perfekten Beats hilft. Für die Macht des DJs jedoch gibt es kaum ein schöneres Sinnbild als den monumentalen Bambaataa bei der Arbeit.

Afrika Bambaataa
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