SA. 21.05.05 (POP UP: DE:BUG, C/O POP, AUDIOFICTION & MOON HARBOUR PRäSENTIEREN

up: c/o pop, Moon Harbour Rec & Audiofiction presents:
A GUY CALLED GERALD (!K7, UK) MIX MUP (Erkrankung durch Musik) DANIEL STEFANIK (Distillery, Cocoon, Leipzig) ONKIT (Audiofiction) VJS BRUNO TAIT (c/o pop, Koeln) VJ MFO (mifop.de)
down: De:Bug presents Trapez/Traum Schallplatten/My Best Friend:
PROCESS (Traumschallplatten, My Best Friend) FRANKLIN DE COSTA (Mother's Finest, Killekill, Berlin) BLEED (De:Bug, Berlin)

Start: 23:00 | add to Cal


A Guy Called GeraldEs gibt Musiker, die zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Song geschrieben haben und dafür auf ewig Stars sein werden. Und es gibt solche, die zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Song schrieben, doch bevor die Welle des großen Ruhms über sie schwappte, waren sie bereits schon wieder woanders.

Der in Manchester geborene Gerald Simpson ist da ein fabelhaftes Beispiel. Wer weiß heute schon noch, dass viele Spielarten elektronischer Clubmusik durch diesen Mann entscheidend mitgeprägt wurden. Als Mitglied der längst legendären 808 State schrieb er Ende der 80er mit „Pacific State“ einen der ersten großen Techno-Hits. Während die Single und das dazu gehörige Album „newbuild“ ausgiebig die Runde machte, war Gerald Simpson schon mit seinen nächsten Ideen beschäftigt. Als „A Guy Called Gerald“ schraubte er parallel zur Bandarbeit an eigenen Tracks. Und auch da ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. In seiner Solosingle „Voodoo Ray“ sehen nicht wenige den Ausgangspunkt des britischen Acid House Hypes.

Was darauf folgte, ist der oft erzählte Weg zum Major und zurück. Sein zweites Soloalbum „Automanikk“ erschien noch bei Sony, bevor er diesen Weg endgültig abbrach und seine eigene Plattform Juice Boy Records gründete. Das dort 1995 erschienene „black secret technology“-Album knüpfte zwar nicht an den kommerziellen Erfolg der „Voodoo Ray“-Zeit an, schuf aber mit seiner Fusion aus Breakbeats, Jazz und Soul die Matrix für das, was seitdem gern als „UK Urban Sound“ bezeichnet wird.Gerald Simpson kann das alles egal sein, sein diesjähriges Werk „to all things what they need“, entzieht sich endgültig jeder Kategorisierung.

Der zweite Gast auf dem oberen Floor, Mix Mup, steht in Sachen Freistildenken dem Hauptact in nichts nach. Mit schwer pumpenden 80s-Diskobasslines, trashigen Samples und überzogen knalligen Schlagzeugspuren hat diese Partysau aus dem Hause Erkrankung durch Musique die denkbar besten Trümpfe in der Hand.

Die regionale DJ-Riege wird auf dem oberen Floor durch Moon Harbour Member Daniel Stefanik sowie Onkit, einem Teil der umtriebigen Audiofiction-Crew, vertreten sein.

Visuell umrahmt wird der Abend durch Uli Sigg, Mastermind der c/o pop VJs und Kurator des alljährlichen VJ-Festivals in Köln und Lokalmatador MFO.

http://www.aguycalledgerald.com
http://www.k7.com
http://www.erkrankung.net
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Fast schon traditionell steht der Kellerfloor unter der Obhut der De:Bug, dem Berliner Fachorgan für elektronische Lebensaspekte. Redaktionshäuptling und DJ-Urgestein Bleed hat dieses Mal zwei international renommierte Minimal Techno Labels aus deutschen Landen im Schlepptau: Trapez und Traum.

Steve Barnes, der neben Traumschallplatten auch beim befreundeten Label My Best Friend veröffentlicht, wird mit seinem Liveact Process antreten, dessen ausgefeilter Micro-House vor allem von seinem enormen Gespür für die Rhythmik seiner einzelnen Bestandteile lebt.

Franklin De CostaAuch DJ Fanklin de Costa vom ebenfalls in Köln beheimateten Label Trapez spielt mit diesen Sounds, wenngleich sein Sound in der Konsequenz um Längen kantiger und rougher klingt. Nix da mit gepflegter Minimal-Zurückhaltung, hier dürfen auch gern mal ein, zwei Rave-Säue über den Floor getrieben werden. Insofern ergänzt sich das Trio Bleed/Process/Franklin de Costa wirklich hervorragend. Denn wenn man sich schon auf zwei Labels beschränken muss,
wurde mit Trapez und Traum eine passende und brandaktuelle Wahl getroffen.

(Mario Adolphsen)

http://www.de-bug.de
http://www.traumschallplatten.de
distillery.de