SA. 15.10.05 AUDIOFICTION GRATULIERT: 5 YEARS MOON HARBOUR

up: 5 Years Moon Harbour:
GUIDO SCHNEIDER (Poker Flat, Berlin) MATTHIAS TANZMANN (Moon Harbour, Distillery, Leipzig) DANIEL STEFANIK (Cocoon, Distillery, Leipzig)
down: Audiofiction:
DEXTER (Clone, Klakson, Den Haag) MIKA & ONKIT (Audiofiction)

Start: 23:00 | add to Cal


Moon Harbour ist 5 - Feiern!

2000 begann das Label als Leipziger Deephouseadresse. Nur ein halbes Jahrzehnt später wirft Labelchef Matthias Tanzmann die naheliegende Compilation "Five" auf die Händlertische. Schaut damit kurz nocheinmal zufrieden zurück, lässt dabei die Soundveränderung Revue passieren und ist schon im Heute mit acht bisher unveröffentlichten Tracks. Einer der zum Soundkosmos des Labels bereits betrug, ist heute eingeladen zur Geburtstagsfeier.

Guido Schneider gehört inzwischen zum Hoffnungsvollsten, was unsere Breiten an zeitgenössischen Entwürfen elektronischer Tanzmusik zu bieten haben. Dabei kann man den Wahlberliner Schneider kaum als Nachwuchstalent bezeichnen: Von `95 bis `99 betreibt er das Label Neue Welten und veröffentlicht vorwiegend eigene Acid- und Techno-Stücke.

Doch das neue Jahrtausend bringt für ihn Veränderungen: Neue Welten wird eingestellt und Guido geht fortan mit Florian Schirmacher gemeinsame, musikalische Wege. Als Glowing Glisses landen sie bei Steve Bugs Poker Flat und machen vor allem als Liveact deutschlandweit von sich reden: Florians Vocals passen einfach perfekt zu Guidos trocken minimalen Beats.

2003, nach dem Album „silver surfer“, verfolgt Guido dann vorrangig seine Solokarriere. Mit Erfolg, wie man sieht. Seine drei Poker Flat Singles entpuppen sich alle als veritable Clubhits und etablieren ihn vollends als Produzenten auf internationalem Niveau. Gleichzeitig flattern die ersten Remixangebote ins Haus und gerade hier zeigt sich seine eigentliche Qualität: Egal ob Steve Bug, Dub Kult oder Brtschitsch & Galluzzi – Guidos Überarbeitungen schlagen ein wie Bomben.

Als Remixer verleiht er mit zupackender Deepness jeder Vorlage seine eigene Note, ohne das Original bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden. Diese eigene Note schwingt auch in seinen DJ-Sets. "Geburtstagskind" Matthias Tanzmann wird seine helle Freude haben. Logisch nicht allein. Bringt Blumen mit!

http://www.moonharbour.de


{{image:2487:not_found}}Wie stellt man sich das Leben eines holländischen B-Boys vor? Sind da Goldketten, dicke Autos, schnieke Blondinen in orangenen Bikinis und Unmengen weißer Raps auf fluffigen Beats? Wohl eher nicht.

Hört man Holland und elektronische Musik, dann geht das schon mehr in die Richtung Underground, Darkness und krude Electro-Beats. Und wenn sich, wie im Falle Dexter, eine ausgeprägte Hip-Hop Sozialisation mit dem aktuellen Zeitgeist paart, gewinnt der Sound of Den Haag dann plötztlich ein bisschen was vom schwarzen Geist - gemeint ist hier der Funk. Und Funk, das ist es, was Dexters Musik zu den Bomben macht, die sie schlichtweg sind - eingeschlagen auf so manchem Dancefloor, gespielt von so mancher DJ-Grösse.

Ähnlich verhält es sich mit Klakson, halb Dexters Label - jetzt 11 Veröffentlichungen alt und gegründet um der ernsten und spröden Stimmung des Electro zu entfliehen. Seine erste Single als Dexter benannte diese Haltung kurz und treffend: "I don't care" - wohl auch sein größter Hit. Anders: bis heute stechen Dexter Platten als etwas besonderes, beseeltes aus der Menge an Veröffentlichungen hervor. Sie sind voller Frische und Verspieltheit, ohne den nötigen Zug vermissen zu lassen - am Ende immer noch fette Beats und Bässe.

Nun, das heutige Treffen von Dexter und den Jungs von Audiofiction wird ganz sicher kein Puristen-Kongress. Dexter live und Audiofiction-Support garantieren die Mischung - die Mischung aus Electro, Disco, Funk, Acid & Techno - immer anders.

http://www.klakson.nl
http://www.audiofiction.net


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