SA. 06.02.10 DREIKOMMANULL MEETS DEFINITION LABEL NIGHT


Start: 23:00 | add to Cal


"When you realize that without moving there won’t be any change, you move…" –("Wenn Du feststellst, dass sich ohne Bewegung nichts verändert, bewegst du dich...") –erklärt Marco Donato und lebt genau das mit seinem Partner Frederico Marton: Die Italoboyz bewegten sich zu Beginn des Milleniums zunächst einmal getrennt aus Italien nach London, wo sie tief in die dortige House-, Techno- und Minimal-Szene eintauchten und diese als DJs aufmischten. 2002 taten sich Marco und Frederico zusammen. Das lag auf der Hand als sie feststellten, dass ihre Art, elektronische Musik zu absorbieren und zu kommunizieren dieselbe war.

ItaloboyzSeitdem haben sie nicht aufgehört, sich vorwärts zu bewegen und die Hybridklänge von House und Techno zu ergründen, stets getrieben von der Liebe für Minimalismus, Acid-House und Hi-Tech-Funk. Die Londoner Italiener legen es immer wieder auf Fusionen an, Verbindungen verschiedener Klänge, Themen und Ideen, die ihnen in 15 Jahren DJ- und Produktionserfahrung untergekommen sind. Dabei haben sie auf ihren selbst veranstalteten Partys immer auch in den frühen Morgen- und Nachmittagsstunden des folgenden Tages gespielt, kennen also nicht nur die Party-Hochzeiten, sondern die unterschiedlichen Musikgelüste des Publikums in einer Nacht. Das Ergebnis ist ein moderner, voll Energie explodierender Sound, der die Vergangenheit an die Hand nimmt und mit ihr in die Zukunft tanzt.

Seit 2005/2006 veröffentlichen die Italoboyz ihren eigenen Sound – heute findet man die Releases der Jungs auf einigen der einflussreichsten Minimal-House- und Techno-Labels wie Get Physical und Mothership. Auf letzterem brachten sie 2007 den Underground Club Hit "Viktor Casanova" heraus. Mit "Zinga" und "Bagia" schoben sie zwei weitere Erfolgsgeschichten nach. Als die Jungs im September 2009 ihr erstes Album "Bla Bla Bla" releasten, war die Aufregung wieder groß. Zu Recht.

Die Italoboyz bleiben in Bewegung, nur selten trifft man sie zuhause in London an, seit Anfragen von überall her sie dazu bringen, den Globus zu umtouren. Heute Abend werden sie ein besonderes Fleckchen Erde aufsuchen: die Distillery. Man sagt, hier seien die Menschen besonders gern und viel in Bewegung. Das passt.

http://www.myspace.com/italoboyz
http://www.physical-music.com
http://www.mosferry.de
http://www.dreikommanull.de
http://www.myspace.com/dreikommanull
http://www.myspace.com/kleinschmageraudio

Text: Birgit Holmquist


Christian FischerWenn Plan A scheitert und Plan B in die Hose geht, dann könnte man es mit Plan C und D versuchen, da wir uns jedoch in elektronischen Gefilden bewegen, gehen wir doch lieber gleich zu Plan E über. Dieser ist mit einem Mann eine Symbiose eingegangen, einem gewissen Niki Beckmann aus Hameln. Mit Plan E kam er bereits im zarten Alter von acht Jahren in Berührung als seine Eltern Kraftwerk und Jean-Michel Jarre Platten mit nach Hause brachten, statt The Police (Plan A) und Nena (Plan B). Aber damals konnte er nicht wissen, nur ahnen vielleicht, dass Plan-E einmal ein Teil von ihm werden würde. Klarer wurde es ihm, als er Steve Mason 1991 erlebte, denn von da an begann er, eigene Platten zu kaufen. Im Laufe der Zeit rückte der härtere Detroittechno ins Zentrum seines Interesses. Plan E war präsent und wurde präsenter als viele anderen A, B oder C Pläne, als er zu produzieren begann. Und nicht mehr damit aufhörte. Auf über 400 Releases hat er es bis heute gebracht und dabei verschiedene Arten von Techno kreiert.

Plan E ist längst nicht mehr nur eine Option und schon gar nicht nur ein Mensch – wer ihn in seiner Perfektion als Ableton Live Jockey erlebt, ist sich dessen sicher. Wer noch unsicher ist, kann ihn heute Abend erleben. Christian Fischer ist sich bereits sicher, sonst hätte er Plan-E sicher nicht zur Definition-Nacht geladen.

http://www.myspace.com/plan-e
http://www.definition-records.de

Text: Maren Probst
distillery.de