SA. 02.05.09 SOUNDS GOOD MEETS DEFINITION

up: sounds good
STEFFEN BENNEMANN (Nachtdigital, Holger, Leipzig) LARS CHRISTIAN MüLLER (Distillery, mindcookies) THOMAS FRöHLICH (Kann Records, Leipzig)
down: definition
SPEKTRE (Leftroom Rec., very very wrong indeed, UK) CHRISTIAN FISCHER (Definition Records, Leipzig)

Start: 23:00 | add to Cal


Thomas FröhlichZufall oder nicht, Thomas Fröhlich stammt aus Thüringen und aus der Ecke hat man ja schon den ein oder anderen musikalischen Überflieger kennengelernt. Aber hey, immer ruhig mit die jungen Pferde... Das Interesse an elektronischer Musik wurde durch seinen Bruder, Christian Fröhlich, geschürt, mit dem er neben der Liebe zur Musik, auch die zu Hackbällchen, Pizza und Hühnersuppe teilte. Doch anstatt eine Karriere als Koch für einheimische Spezialitäten oder als Pizzabäcker anzustreben, besann er sich eines Besseren und begann vor circa 10 Jahren Platten zu kaufen. Zunächst wurden die Errungenschaften auf einem alten RTF Plattenspieler rauf- und runtergehört bis die Nadel kaputt ging und Thomas Fröhlich auf ein Paar Technics umsteigen musste. Ein, wie er selbst gern zugibt, glücklicher Lauf der Geschichte.

Unter dem Projektnamen Brotherhood macht der DJ seit 2006 auch selbst Musik. Nach eigenen Aussagen handelt es sich dabei einfach nur um Housemusik auf klarer Linie im Sound ohne Schnickschnack. Doch der Teufel steckt im Detail. Im August 2008 jedenfalls erschien die erste Release auf Kann Records in Leipzig, die auf einige Begeisterung stieß. Wir lassen uns heute Abend zunächst einmal vom DJ Thomas Fröhlich begeistern, den die alteingesessenen und mit den Turntables der Distillery wohl vertrauten Residents Lars-Christian Müller und Steffen Bennemann sicher gut einführen werden, um seinen Einstand mit heftigem Support der Distillery-Crowd zu begehen.

http://www.steffen-bennemann.com
http://www.larschristianmueller.com
http://www.myspace.com/tigerformel

Text: Penny Lane


Spektre – Die Finsternis hat einen Namen

Rasiermesserscharfe Beats und eine explosive Chemie sind die Markenzeichen von Spektre, die Definition Label Boss Christian Fischer auf dem unteren Floor zur Seite stehen. Hinter diesem Namen stehen die beiden Künstler Paul Maddox und Filthy Rich, die sowohl das Band von Minimal Techno vereint, als auch der starke Wille, gnadenlos mit neuen Sounds zu experimentieren. Die Cutting Edge Technologie hat es ihnen bei diesem Unterfangen besonders angetan.

SpektreIhr sündiger Sound ist inspiriert von frühen R&S Releases und Joey Beltram bis hin zu modernen Masterminds wie M.A.N.D.Y, Plasmik und Trentemoller. Spektre nutzen ihre Erfahrung in Kombination, um düstere und unheimliche Musik zu produzieren, die sie auf ein zermürbendes Fundament stellen und mit verdrehten Vocals mischen. Keine Sorge, der Menge sind die Tracks trotzdem - oder gerade deshalb - sehr zugänglich, wecken die finstere Seite in ihr und laden dazu ein, diese zu zelebrieren. Denn was wäre schwarz ohne weiß? Ohne Künstler wie Spektre würde die Welt wohl ins Wanken geraten. Sven Väth bis Tim Sheridan, Audiojack bis Fergie wissen das zu schätzen und kooperieren mit, bzw. supporten Spektre, deren Tracks, wie "A Glimpse Outside", "Haze" oder "Minimalist Machinist" sich international wie ein Lauffeuer verbreiteten, in aller Herren Ländern nicht nur auf Plattenspielern ihre Kreise drehten, sondern auch in der einschlägigen Fachliteratur anerkennend diskutiert wurden.

Doch so ein Track, so gut er auch ist, vermag es nicht, eine finstere Liveshow von Spektre zu ersetzen. Eine eben solche aber passt am besten in einen schönen dunklen Keller, ein bisschen schmutzig darf er sein, rauh und pur. Die Finsternis sollte von Strobo durchbrochen und in Nebel gehüllt sein. Und dann ist es an Spektre diesen Ort zu einem jenen zu machen, an dem Jawoll-Rufe tief aus der Seele der Menge hervordringen und jeder sein wahres Gesicht im Tanz zeigen kann.

http://www.myspace.com/spektre1
http://www.definition-records.de
http://www.myspace.com/bryzant

Text: Penny Lane
distillery.de