SA. 15.03.08 HOERFUNK MEETS SYNTAX

up: Hoerfunk:
JAKE THE RAPPER (Combination Records, bar25) MARKUS WELBY (hoerfunk, Distillery, Melt!-Festival, Leipzig)
down: Syntax:
LO.MAX (Errorism, Feinwerk, Berlin) PEAK PHINE (Distillery, Bass Plus, Leipzig) STEVE K (Distillery, Syntax, Leipzig) GEORG BIGALKE (45 Minutes of Techno, Distillery, Drec, Leipzig)

Start: 23:00 | add to Cal


Hip Hop, Electro und Techno - Wie bitte geht das zusammen? Ganz einfach. Da muss einfach nur dieser Typ kommen, der so aussieht als würde er Harley fahren, von Beruf Holzfäller sein oder Truckfahrer, dieser Typ, den jeder auf seine Party einlädt, weil er witzig ist und irgendwie so'n Bär, dem Du nächtelang Dein ganzes Leben erzählen willst, weil Du weißt, er wird im richtigen Moment lachen und dann an anderer Stelle wieder Deine Hand drücken.

Ob Du's nun glaubst oder nicht, dieser Typ muss einfach nur live in Deinem Club spielen und plötzlich gehen Techno, Electro und Hip Hop zusammen.

Jake the RapperJake the Rapper sieht ja auch nur so aus als wäre er so ein stapfiges Rauhbein. Eigentlich hat er ein unglaubliches Feingefühl und bringt das zusammen, was im Kopf des ein oder anderen bisher nicht zusammen ging. Geht aber doch. Im Ohr. Aber das hatten wir schon erwähnt. Jake ist eigentlich Nordamerikaner, strandete aber 1990 in Hamburg, weil er die US-Politik lieber mit etwas Abstand betrachten wollte. Mittlerweile lebt er in Berlin als Lebenskünstler, Tatooartist, Musiker und Rapper, macht fette Sounds und gibt seine tiefen geschmeidigen Rhymes darauf wie die Sahne auf den Kaffee. Das klingt einfach und hebt die Laune enorm.

Markus Welby hat ein Gutes daran getan, Jake zum Hoerfunk zu bitten, denn mit Jake wird nicht nur er, sondern werden wir alle einen Haufen Spaß haben. Cheers!

www.jakelovesyou.com
www.myspace.com/jaketherapper
www.combination-rec.de

Text: Maren Probst


Lo.Max – LIVE - Break Techno in Pieces

Lo.maxAuf Deiner Erkundungsfahrt durch die Musikwelt bewegst Du dich gerade auf einer Autobahn. Wenn Dich ein bestimmter Style interessiert, kannst Du in sekundenschnelle durch irgendwelche Foren blättern, kriegst mit, was gerade so angesagt ist und bekommst gleich noch zahlreiche Downloadangebote hinterher geschmissen. Doch du verlässt die Autobahn, durchforstest nun Internetlabels und Online-Vertriebe und triffst auf – Lo.Max. Kostenloses Download-Album? Klingt gut. ... Hm, ja, ganz gediegen anzuhören. Gibt’s Mitschnitte? Ja, gibt’s, beim Netlabel Errorism. Und schon ist es passiert – Du bist vom Weg abgekommen und Steckst nun fest. Du bist in den dreckige Moor des gebrochenem Techno geraten und kommst nicht mehr raus. Ein brachialer, manchmal verzerrter Sound umtreibt dich, dunkle Flächen ziehen dich immer weiter rein und fiese Basslines schieben von oben nach. Du denkst – „Das war’s!“ - Aber nein, es fühlt sich gut an, Du kommst zwar nicht weg, aber das willst Du auch gar nicht. Du bewegst Dich und merkst, dass alles gut so ist. Irgendwann geht die Musik aus und Du bemerkst, dass Du immer noch vor deinem Bildschirm sitzt, weil ICQ in der Taskleiste blinkt. Alles ist wie vorher. Nein nicht alles, Du bist infiziert und willst mehr.

Lo.Max ist ein weiterer Artist der Syntax-Reihe, der als Jugendlicher (wie einige andere...) mit HipHop sein musikalisches Wirken begann. Elektronische Musik hat ihn sich dann über einige Umwege geangelt und zum Produzieren gezwungen. 2002 kam die erste Platte „shifted_ep“ auf dem Berliner Label mental.ind. records raus, der weitere folgten. Der aktuelle Stand seiner Produktionen ist das Album „in pieces“. Seine Veröffentlichungen klingen recht verspielt, melodisch, bei den Live-Sets geht es eher düster-brachial zur Sache. Doch auch die besitzen ziemlich komplexe Songstrukturen, die sich aus gut produzierten Sounds zusammensetzen. Einen genauen Eindruck kann man sich auf www.errorism.net verschaffen, wo der Mitschnitt eines Sets verlinkt ist. Du kannst Dich natürlich auch auf diesen Text verlassen und einfach so in die Tille gehen. Dort triffst Du an dem Abend noch auf Peak Phine, Georg Bigalke und Steve K, die Du ja schon von den letzten Syntax-Abenden kennst. Nein? Dann wird’s Zeit.

www.myspace.com/l0max

Text: recordOne
distillery.de