SA. 16.02.08 DREIKOMMANULL & FEENSTAUB UND FRIENDS

up: Dreikommanull:
GLIMPSE (Glimpse Rec., Harry Klein, London) KLEINSCHMAGER AUDIO (Dreikommanull, rrygular, Mo's Ferry, Leipzig) NIKOLAS STERNBERG (Dreikommanull, Leipzig) MENTELL (Dreikommanull, elipamanoke, Leipzig)
down: Feenstaub und Friends:
DJ SLATER (Tribal Vision Records, Prag, CZ) FEENSTAUB (Nu:Trance, Distillery, Leipzig) LARS LIEBORIUS (Schlex)

Start: 23:00 | add to Cal


Die Jungs von dreikommanull schicken sich auch im Neuen Jahr an, dem geneigten, der elektronischen Gangart frönenden Publikum sorgsam ausgewählte Acts zu präsentieren. Keine Mainstream-Aktivisten, deren Platten sowieso schon jeder in allen Deluxe-Ausführungen zu Hause stehen hat.

GlimpseVielmehr haben sie wieder nach einem Liveact gesucht, der sich nicht hinter einem großen Namen verstecken kann und will, sondern sich durch seine exzellente Auslegung von Techno Gehör verschafft. Mit dem Briten Glimpse haben Nikolas, Joern und Mentell die perfekte Besetzung des Abends gefunden. Sucht man nach Glimpse im Internet, kommt man auf viele tausend Seiten, aber nur wenige verweisen wirklich auf Chris Spero – so sein bürgerlicher Name. Aber die Suche lohnt sich, stößt man über kurz oder lang auf sein musikalisches Werk. Wer ist Chris Spero? Als Kind gab er sich Jazz und Blues hin, später kam ohne große Umschweife Techno hinzu. Er spielte in diversen Bands und releaste gleichzeitig elektronische Stücke auf verschiedenen U.K. Labels. Damals noch unter den Alias Attic, Olek und Spero.

Anders als viele seiner Kollegen ging er aber zurück zum, nennen wir es bürgerlichen Leben und studierte Bildhauerei. Im Jahr 2000 dann beendete er das Studium und widmete sich wieder seiner Lieblingskunst – der Musik. Noch im selben Jahr gründet er das Recordlabel „Glimpse“, und arbeitet eng mit dem Kölner Kompaktstall zusammen.

Bekannt wurde er durch einige Remixe und Erscheinungen auf Compilations (u.a. von M_nus), aber vor allem im letzten Jahr durch seine „Black“ Serie, die ihn um die halbe Welt geführt hat. In Japan z.B. spielte er zwei komplett ausverkaufte Promotouren. Zur Zeit arbeitet Glimpse an einer neuen Serie, der erste Vorgeschmack wird die „Masculine E.P.“ sein.

Was erwartet uns nun aber an diesem Abend musikalisch vom Liveset? Glimpse bedeutet übersetzt flüchtiger Blick oder Eindruck. So vorsichtig scheint Chris Spero auch in die verschiedenen Musikstile zu linsen. Ein kurzer, vorsichtiger Abschweif und auf zum nächsten Eindruck. Seine Musik wirkt leicht, spielerisch, soundmalerisch. Ohne jedoch das gewisse Etwas an Tiefe und sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Glimpse nutzt zwar die Einflüsse von Musikstilen und Begebenheiten, sagt aber selbst, dass es ihm viel wichtiger ist, den Instinkt spielen zu lassen und seine Gefühle möglichst ehrlich einzufangen. Jeder Abend und jedes Liveset von Glimpse sind also besondere Begebenheiten, die nur an diesem speziellen Abend passieren. Lasst Euch faszinieren!

http://www.myspace.com/glimpserecordings


Text: Mandy Engel


DJ SlaterMichal Smetana aka Slater aus Prag ist einer von den Jungs, die wie wahrscheinlich so einige, mal hier, mal da auflegten in den 90ern. Doch während viele von den vielen meist nicht so richtig aus dem Knick kommen, etablierte DJ Slater 2001 eine Crew, um eine Plattform für eigene Trance Parties zu haben - das war der Anfang von Tribal Vision. Tribal Vision brachte, wie es bei diesem Initiator wohl nicht anders zu erwarten war, immer mehr Aktivitäten im Zusammenhang mit Trance Music an den Start. Der Fokus lag dabei hauptsächlich auf dem new wave des Progressive and Minimal Sound. Von 2004 an startete Slater zusammen mit ein paar Freunden das erste Progressive Label in Tschechien: Tribal Vision Records. Keine Frage, wer innerhalb des Labels den größten Aktionismus an den Tag legte: Slater himself natürlich - als Main Manager, A&R and Representative DJ.

Heute spielt DJ Slater einen Mix aus Progressive House Beats, Electro and Prog Trance Music, wobei er immer frisches Material von seinen Labelartists miteinfließen lässt. Dieses Nimmermüdewerden hat ihn mittlerweile um die ganze Welt reisen lassen, immer mit dem Slater-Sound in der Tasche, versteht sich. Und daran hatten nicht nur Japaner, Austalier, Chinesen, Mexikaner, Marokkaner und viele andere Interesse, sondern auch die Feenstaub-Crew. Die haben sich den jungen Aktivisten mit dem frischen treibenden Sound aus der tschechischen Republik an die Plattenteller gerufen, um ein neues Kapitel Feenstaub und Friends zu schreiben.

http://www.djslater.net
http://www.chaishop.com
http://www.tribalvision.cz


Text: Martha von Winterberg
distillery.de