SA. 27.10.07 15 YEARS OLD II - REMEMBER THE ROOTS

up:
JEFF MILLS (Axis Records, Detroit) DANIEL STEFANIK (Distillery, Cocoon, Leipzig) STEFFEN BENNEMANN (Nachtdigital, Holger, Leipzig) DAN DRASTIC (Moon Harbour, Leipzig)
down: Distillery-Unterkeller-Revival (1992-1995 | Chicago- & Detroithouse):
TILL (Championsound, Maus&Stolle) FOCH (Psychodelic Disco, Kassablanca, Jena) MARKUS WELBY (hoerfunk, Distillery, Melt!-Festival, Leipzig) DA HALZ (U.S.M, Leipzig) MATTHEW GERICH (Freezone Records) MAGIC BABN (Ex-Elastic, Leipzig) FRANKMAN (FM Records, Piccolo, Leipzig) MR. EDD (Phonotone, Leipzig)
visual:
[GROBKORN] (Media Artist, Distillery) STUDIO VISUALE (Visuals / Leipzig) GERALD FISCHER (Deko / Kronach)

Start: 22:00 | add to Cal


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Es gibt noch ausreichend Karten an der Abendkasse. Wir freuen uns auf Euch und auf eine grandiose Nacht!

Jeff MillsEs bedarf eigentlich keiner einführenden Worte, wenn es um Jeff Mills geht. Man braucht nur den Namen zu lesen und schon baut sich vor dem inneren Auge das Bild eines der eines drahtigen Mannes auf, der in Windeseile Schallplatten auf die Turntables wirft, sie im nächsten Augenblick aber auch schon wieder hinter sich wirft, um frischem Vinyl auf den Plattentellern Platz zu machen. Er ist einer der Techno-Superstars unseres Planeten, der unerschöpfliche Held von Mega-Raves und ein Mix-Perfektionist an drei Decks. Zudem hat er wegbereitende Singles, wie „Sonic Destroyer“, „The Bells“ und die heroische „Purpose Maker“-Serie produziert.Aber irgendwie ist dieser Künstler noch viel komplexer als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Sein Drang, sich über Musik auzudrücken, geht weiter über das Ausgestalten von Parties hinaus.

Doch Stopp, beginnen wir von vorn. Man mag an Schicksal glauben oder nicht, aber Jeff Mills wurde mit Sicherheit nicht ohne Grund im Juni 1963 in die Stadt Detroit geboren, also im gleichen Jahr wie Derrick May, ein Jahr später als Juan Atkins und ein Jahr bevor Kevin Saunderson das Licht der Welt an genau demselben, für die elektronische Musikszene nicht ganz unwichtigen Ort erblickten. Noch bevor Jeff Mills seinen 20. Geburtstag feierte, wurde er gefeiert - aufgrund seiner eigenen Radio Show als „The Wizzard“ – der Zauberer. Hier mixte er neben New Wave, Industrial Music und Electro-Pop auch den ersten Detroit Techno und Chicago House.Einen Meilenstein in der Musikgeschichte legte Jeff Mills 1990 zusammen mit Mike Banks und Robert Hood als sie gemeinsam Underground Resistance gründeten und mit „Waveform“ und „Sonic“ zwei der mächtigsten Singles des Techno-Genres produzierten. 1992 gründete Jeff Miles sein eigenes Label Axis Records und arbeitet mit dem Tresor Label aus Berlin zusammen.

In erster Linie kennt man ihn von seinen minimalen durchschlagenden Dancefloorsounds, aber der schwebende Klangteppich, auf dem Jeff Mills sein Publikum auf die Reise schickt, hat den atmosphärisch-melodiösen Sound verschiedener Kosmen: gedämpfte Rhythmen, swingende Bässe, Amplifier, Sythesizer und verträumte Keyboards bahnen sich da ihren weg unter die Füße der Menschen. Die Faszination für diesen eigenwilligen kosmischen Jazz spiegelt sich vor allem in Jeffs Filmmusiken wieder. 2000 komponierte er eine Techno-Version für Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis, 2005 „The Three Ages“ von Buster Keaton, ursprünglich aus dem Jahr 1923.Jeff Mills mediale Experimentierfreude war an diesem Punkt noch nicht ergeschöpft. Das Sonar Festival in Barcelona bereicherte er mit einer Skulptur-Installation, die er Stanley Kubrick widmete und mit dem Pioneer DVJ-X1 war für den DJ ein Tool erfunden, das es ihm ermöglichte, gleichzeitig Sound und Bilder während eines Sets zu steuern.Das klingt allerdings noch lange nicht so kompliziert wie ein komplettes Orchester unter Kontrolle zu haben. Doch auch diese Erfahrung ließ sich Mills nicht entgehen als er im Juli 2005 anlässlich des 10 Jahrestages der Aufnahme des Pont du Gard zum Weltkulturerbe mit dem Montpellier National Orchestra kooperierte. 16 Jeff Mills-Titel, interpretiert von 70 Musikern und Jeff, der mittendrin hauptsächlich an seiner Roland TR909 erstmals seit seiner Underground Resistance Zeit wieder ein Live Set und seine wichtigsten Tracks spielte.

Wenn die Live Sets eines Künstlers so selten sind und wenn es sich bei dem Künstler zudem um einen so einflussreichen, eine Legende wie Jeff Mills handelt, gibt es für einen Club keine größere Ehre, als genau diesen Jeff Mills in seinen Räumen live ankündigen zu können. Das ist das größte Geschenk, das wir uns selbst und Euch zu unserem Geburtstag machen. Das ist ein Traum für uns, der da wahr wird: einer der ältesten Techno-Artists überhaupt in einem der ältesten Techno-Clubs Deutschlands... und beide sind so aktiv wie nie zuvor.Vor Kurzem ist Jeffs Album „The One Man Spaceship“ erschienen, mit dem er sich an die Menschen richtet, die über das, was von ihnen als normal erwartet wird, hinausgehen, die Grenzen überschreiten, um in für sich unbekannte Regionen vorzustoßen.Wir versuchen, Euch dafür in der Distillery Raum zu geben. Mit Jeff Mills an Eurer Seite.

http://www.axisrecords.com



TillDer untere Floor wird an diesem Abend den oberen perfekt ergänzen, denn hier wird der Chicago- und Detroit-House der 1990er Jahre wieder aufleben. Diverse bereits langzeitaktivistische DJs kramen ihre alten Platten hervor, um sich und Euch in die Extase vergangener Tage mitzunehmen.

http://www.studio-visuale.de



Kartenvorverkauf hier
distillery.de