SA. 03.03.07 DREIKOMMANULL + DANCEMATERIAL


Start: 23:00 | add to Cal


Jeff SamuelKiss and Make Up

Was soll man über jemanden denken, der als Kind mit Kiss aufgewachsen ist, das College besucht und fein brav seinen Abschluss in Audio Production gemacht hat? Vielleicht: „Wie langweilig?“ oder „Der ist bestimmt ein Soap-Soundtrack Producer“.

Dann fügen wir dem Lebenslauf doch ein Cleveland, Ohio hinzu. Ist das nicht in der Nähe von Detroit? Ja genau, die Stadt der technoiden Klänge in den USA. Und da wären wir angelangt – nicht bei einem 08/15 Menschen sondern dem DJ und Producer Jeff Samuel. Kiss und Techno – das passt zusammen, im übertragenen Sinne natürlich. Jeff sagt: „Melodie ist alles. Ich bin mit Glam-Rock aufgewachsen.“

Merklich ist, dass er keinem Popsong widerstehen kann, immer wieder lässt er melodiöse Momente in seine Musik einfließen. Jeff produziert immer für den Dancefloor, mal eine funky Abwechslung zum straighten Minimal Techno.

Trotzdem ist er dem Detroit Sound nie untreu gewesen, schließlich war dies sein Einstieg in die elektronische Welt. 1995 hatte er in Columbus seine erste Begegnung mit Claude Young. Nachdem er mehr und mehr in diese Szene eintauchte, entschied er sich 1996 für das Plattenauflegen. Kurz danach folgten Synthie und Drum-Machine.

1998 beginnt Jeff Samuel damit, selbst zu produzieren – jedoch nie mit einem Hardware-Setup, sondern immer komplett im Computer. Jeff ist risikofreudig: er bastelt nie an Tracks, bis sie perfekt sind. Gerade die kleinen Fehler lassen seine Musik leben. Er hofft darauf, dass einzig die Energie der Tracks ausreicht, um auf dem Dancefloor zu funktionieren. Richtig kombiniert – Labels wie Lo-Fi Stereo oder 7th City (Daniel Bell) wurden aufmerksam. Der Durchbruch in Deutschland folgte 2002, als er die Partnerschaft mit Trapez unterschrieb. Einen festen Platz hat er außerdem bei Pokerflat. Und hoffentlich heute Abend auch in der Distillery. Entscheidet selbst!

http://www.jeffsamuel.com
http://www.traumschallplatten.de
http://www.surphase.com
http://www.dreikommanull.de

Text: Mandy Engel


Kaum ein Jahr ist es her, dass Cisco Ferreira die Kellerkinder der Distille beglückte. Sein kompromissloser Electro-Techno Hybrid zauberte manch erfülltes Lächeln auf die Gesichter und setze körpereigene Energien als Beinarbeit frei.

Obwohl nun schon seit 1988 im Technobiz unterwegs, und das keineswegs unterbeschäftigt, verschlug es The Advent erst 2006 nach Leipzig. Die schwitzenden Shirts gaben dem Booking volle Bestätigung und so kamen keine Fragen auf, dass er seine neuen Releases auch wieder hier präsentieren würde.

Zu Beginn bestand das Projekt The Advent aus dem damals in London ansässigen Cisco Ferreira und Colin McBean. Sie formten zusammen straighten Techno, dessen Wurzeln im Techno, Hip Hop, Electro und Jazz lagen. Colin Mc Bean verließ The Advent 1999, weil er sich immer mehr dem House verpflichtet fühlte. Seitdem besteht The Advent allein aus Ferreira, der mittlerweile wieder nach Lissabon zog und somit in sein Heimatland, welches er als 5-jähriger mit seinen Eltern verließ.

Auf Labels wie Tresor, Gigolo, Electrix, Internal oder Neue Heimat hat The Advent zahlreiche Veröffentlichungen vorzuweisen. Mit denen ist der ausgebildete Toningenieur stets und ständig live performend und als DJ weltweit unterwegs. Im Dezember letzten Jahres brachte er seine aktuelle Veröffentlichung „Power Hour/L13/Ero“ auf seinem eigenen Imprint Kombination Research heraus, zusammen mit A Paul, einem anderen langjährigen portugiesischen Protagonisten. Die neue Kombination Research wird Ende März kommen u*nd ein neues Label namens Pick Pocket, das sich auf „slower electronic music“ spezialisiert*, wird zudem gestartet. Stilistisch kann man über The Advent sagen: purer Techno und Electro mit Überraschungsmomenten. Unvergleichlich der Mann von der Iberischen Halbinsel.

http://www.the-advent.com
http://www.tresorberlin.de
http://www.myspace.com/myblackred

Text: Unclean
distillery.de