FR. 25.04.03 FRIDAYCLUB: HOTTAFIRE REGGAESTATION

up:
DAVID RODIGAN (London, UK) JOHNNY OSBOURNE (Japan) ROTZLöFFEL´S HIFI (Leipzig)
down:
DEAD METROPOLIS

Start: 22.30 | add to Cal


David RodiganHOTTA FIRE praesentiert die Reggae-Superstars am 25. April in derDistillery!

Waehrend im TV monatelang mit großem Brimborium ein paar neueWerbetraeger zurechtgehypt werden, hat Leipzigs engagierte Dancehall-Crewlaengst heimlich zum Big Bash ausgeholt und wird am Freitag,dem 25. April zwei tatsaechliche Reggae-Superstars praesentieren.Keinem Reggae-Fan wird man erklaeren muessen, wer David Rodigan ist, aber fuer die Allgemeinheit: er ist nicht mehr und nicht weniger als Europasberuehmtester Reggae-DJ und der einzige Europaeer, der seit vielen Jahrenkonstant in der kleinen Superliga der absoluten Top-Reggae-Soundsmitspielt. Sein unerschoepflicher Fundus an "Dub Plates" (sogenannten"Referenz-Schnitten", also einmaligen, von den Interpreten speziell fuereinen bestimmten DJ eingesungenen Versionen bekannter Titel) ist legendaer undsollte allein das Kommen wertsein. Inzwischen bereits ueber 50, hat er inseiner Kult-Sendung "Rodigan's Rockers" (auf dem britischenArmee-Sender BFBS) woechentlich die heißesten brandneuen Scheiben gespieltund so ueber viele Jahre hinweg fuer Generationen von Fans und DJs die Maßstaebegesetzt.

Was gab es vor ueber 20 Jahren anfaenglich fuer Diskussionen mit denEltern - die Sendung lief von elf bis ein Uhr nachts, und am naechsten Tagwar doch wieder Schule. Außerdem: bei zwei Stunden der coolsten Soundsjede Woche, die ja unbedingt auf ORWO-Tape mitgeschnitten werden mußten,war das Taschengeld als Schueler eigentlich immer zu knapp, denn eineeinfache Leerkassette fuer gerade mal 60 Minuten kostete in der Zoneimmerhin ganze 20,- Alu-Mark. So war das damals - und jetzt kommt derMeister persoenlich nach Leipzig. Also: Hingehen Pflicht!Außerdem kommt Rodigan nicht allein, sondern live on Stage wird einerder bekanntesten und besten Reggae-Saenger auftreten, der ebenfalls seitmindestens einem Viertel-Jahrhundert dieses Genre maßgeblichmitgepraegt hat: Johnny Osbourne.

Der 1948 in Jamaika geborene Saenger machte erstmals Ende der 60er Jahre mit Aufnahmen ("Come Back Darling") fuer Produzent Winston Riley aufsich aufmerksam. Nach einem langen Aufenthalt in Kanada kehrte er 1979 inseine Heimat zurueck und arbeitete mit Prince Jammy und Jamaikaswichtigstem Produzenten, Clement "Coxsone" Dodd (Studio One). Das Album"Truths and Rights" gilt trotz großer spaeterer Erfolge als Osbourneswichtigste Platte und machte ihn fuer etliche Jahre zu einem der gefragtestenVokalisten der Insel. Der Song "Water Pumping" war 1983 der Hit aufJamaika schlechthin, und als 1985 mit den ersten digitalen Riddim-Tracks(anstelle einer Studio-Band) gewissermaßen ueber Nacht eine neueReggae-Zeitrechnung losbrach und Jammys "Sleng Teng"-Riddim alle Dancehallsgnadenlos in Grund und Boden rockte, war es wiederum Johnny Osbourne, der(neben Tenor Saw) mit "Buddy Bye" den fettesten Hit-Tune einsang. In denspaeten Achtzigern gelangen ihm noch einige gute Singles fuer BobbyDigital, doch seitdem ist es um den Top-Saenger etwas ruhiger geworden.Dennoch verspricht das ein großer Liveauftritt zu werden, wenn man dieBerichten der Leute zugrundelegt, die Johnny Osbourne in denvergangenen Jahren bei verschiedenen "Veteran Shows" auf Jamaika erlebthaben.

Text: Peanut Vendor

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